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Startseite > Stadtgeschichte > Gedenktage 2010

   

Nürnberger Gedenktage, Jubiläen und historische Erinnerungsdaten für das Jahr 2010

 

Erstellt vom Stadtarchiv Nürnberg

 

Vor 775 Jahren:
1235

Die Lorenzkirche wird als Laurentius-Kapelle erstmalig in einer päpstlichen Urkunde genannt.

Vor 750 Jahren:
1260

Erstmals wird ein Ortlieb als Nürnberger Bürger urkundlich erwähnt. Nach der 1459 ausgestorbenen Patrizierfamilie ist eine Straße in Reichelsdorf benannt

 

Um 1260 wird Seyfried Schweppermann, der angeblich Nürnberger Bürger und Kommandeur Nürnberger Truppen gewesen sein soll, geboren. Obwohl es keine historischen Belege für seine Verbindung zu Nürnberg gibt, ist er durch die Sage untrennbar mit der Stadt verbunden. Im Stadtteil Gärten hinter der Veste ist eine Straße nach ihm benannt.

Vor 725 Jahren:
1285

In Nürnberg hat sich das zweitälteste Achtbuch Deutschlands erhalten. Die Aufzeichnungen der Gerichtsprotokolle beginnen 1285 und reichen bis ins Jahr 1337.

 

Mitglieder der Familie Behaim von Schwarzenbach lassen sich spätestens ab 1285 in Nürnberg nachweisen. Ihr berühmtester Vertreter ist Martin Behaim, unter dem der älteste erhaltene Globus gefertigt wurde. Der Behaim-Globus ist heute im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg ausgestellt.

Vor 700 Jahren:
1310

Um 1310 wird Peter der Ältere Stromer in Nürnberg geboren. Stromer wurde bekannt durch die Erfindung der Nadelwald-Saat, mit der es erstmals möglich war, Wälder gezielt zur Holzgewinnung zu beforsten.

Vor 650 Jahren:
1360

Um 1360 wird das Handwerk der Hutmacher in der Stadt erstmals erwähnt.

Vor 625 Jahren:
1385

Zwischen 1385 und 1396 wird der Schöne Brunnen am Hauptmarkt erbaut.

 

Die Marthakirche in der heutigen Königstraße 79 wird geweiht. Die Kirche erlitt während des Zweiten Weltkriegs nur geringfügige Schäden und konnte bis 1946 instand gesetzt werden.

 

Marquard Mendel, der 1380 das Kartäuserkloster gestiftet hatte, verstirbt. In die Räumlichkeiten des Klosters zog 1857 das Germanische Nationalmuseum Nürnberg ein.

Vor 600 Jahren:
1410

Hermann Schedel, der Vetter von Hartmann Schedel (Schedelsche Weltchronik), wird in Nürnberg geboren, er verstirbt 1485. Der von ihm geführte Briefwechsel stellt die umfangreichste erhaltene Korrespondenz eines deutschen Frühhumanisten dar.

Vor 575 Jahren:
1435

Um 1435 wird der Geschichtsschreiber Sigismund Meisterlin in Augsburg geboren. Der Benediktiner verfasste während seiner Nürnberger Zeit auch Werke zur Geschichte der Reichsstadt.

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Vor 550 Jahren:
1460

Um 1460 wird der Erzgießer Peter Vischer der Ältere geboren. Er schuf den Bronzeleuchter in der Lorenzkirche; 1507 erhielt er den Auftrag zur Ausführung des Sebaldusgrabs.

 

Um 1460 wird Jakob Elsner, der neben Michael Wolgemut führende Bildnismaler der Spätgotik, geboren.

 

Um 1460 wird der Kartograph, Arzt und Uhrmacher Erhard Etzlaub geboren. Er fertigte 1492 die erste Karte der Nürnberger Umgebung, die gleichzeitig als erste deutsche Karte fest abgegrenzte Herrschaftsbereiche zeigt.

 

Um 1460 wird der Maler Wilhelm Pleydenwurff in Nürnberg geboren. Gemeinsam mit seinem Stiefvater Michael Wolgemut besorgte er die Illustration der Schedelschen Weltchronik.

 

Um 1460 wird der Dichter Benedikt Chelidonius in Nürnberg geboren. Chelidonius gilt als der fruchtbarste humanistische Schriftsteller Nürnbergs, der auch Bildgedichte zu Werken Albrecht Dürers verfasste.

 

Um 1460 wird der Tuchmachergeselle Kunz Has in Nürnberg geboren. Has versuchte sich auch als Dichter, überliefert sind neben anderen sein „Lobspruch auf Nürnberg“.

 

Um 1460 wird der Kupferschmied Sebastian der Ältere Lindenast geboren. Bekannt sind die von ihm 1506-09 geschaffenen Figuren für das Männleinlaufen an der Frauenkirche.

 

Der Büchsenmeister und Dichter Hans Rosenplüt verstirbt in Nürnberg. Rosenplüt gehörte neben Hans Folz zu den bedeutendsten deutschen Handwerkerdichtern im 15. Jahrhundert.

 

Das später so genannte Lochamer Liederbuch wird von seinem Verfasser um 1460 abgeschlossen. Es gilt als älteste erhaltene deutsche Handschrift mit mehrstimmigen Liedern und stellt einen wichtigen Teil der Nürnberger Musikgeschichte dar. Die Handschrift befindet sich heute in der Staatsbibliothek Berlin.

 

Der vermutliche Stammvater des Patriziergeschlechts Peßler, Hans P. Burckhard Peßler, verstirbt. Peßler errichtete das Zeidlerschloss in Feucht.

Vor 525 Jahren:
1485

Vermutlich zwischen 1479/80 und 1485 wird der Uhrmacher und Erfinder Peter Henlein in Nürnberg geboren. Er wurde durch die Anfertigung einer neuen Art von Uhren, die klein und somit am Körper tragbar waren, bekannt. Das ihm oft zugeschriebene „Nürnberger Ei“, eine kugel- bzw. eiförmige Taschenuhr, wurde nachweislich erst ab der Mitte des 16. Jahrhunderts hergestellt.

 

Der Bankier Hans Kleberger wird im Juli 1485 in Nürnberg geboren. Kleberger tätigte äußerst erfolgreich Geldgeschäfte in Lyon. Die Schriftstellerin Olga Pöhlmann schrieb 1925 über ihn die Erzählung „Hans Kleberg. Roman aus dem Nürnberg Albrecht Dürers“.

 

Um 1485 wird der Maler und Zeichner Hans Schäufelein geboren. Er kam 1503 nach Nürnberg, wo er in der Werkstatt Albrecht Dürers überwiegend als Reißer für Holzschnitte und Buchillustrationen arbeitete. 1515 ließ er sich in Nördlingen nieder. Dort schuf er sein Hauptwerk, das große Wandbild mit der Judith-Geschichte im Rathaus.

 

Um 1485 wird der Maler und Reißer für Holzschnitte Wolf Traut in Nürnberg geboren. Seine Ausbildung erhielt er bei Albrecht Dürer. Zu seinen Hauptwerken gehört der von den Holzschuhern in Auftrag gegebene Altar in der Johanniskirche.

 

Ende 1484/Anfang 1485 verstirbt der Bäcker und Meistersänger Konrad Nachtigall in Nürnberg. Er war neben Hans Folz und Fritz Zorn der wichtigste Meistersänger des 15. Jahrhunderts.

 

1485/90 wird der Rochusaltar als Pestaltar in der Lorenzkirche gestiftet.

 

Die Beckschlagergasse, benannt nach dem dort ansässigen Handwerk der Messingschlager, ist erstmals belegt.

 

Die beiden aus Holz errichteten Brücken, die Spitalbrücke und die Heubrücke, werden durch Steinbrücken ersetzt.

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Vor 500 Jahren:
1510

Um 1510/20 wird in Nürnberg die so genannte Nürnberger Madonna gefertigt. Die Figur aus dem Besitz der Stadt Nürnberg galt lange Zeit als Inbegriff deutscher Skulptur und wurde mit den Werken Albrecht Dürers verglichen. Heute befindet sie sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

 

Um 1510 wird der Erfinder Hans Lobsinger geboren. In seinen acht Werkstätten stellte er Drechslerarbeiten verschiedenster Art her. Lobsinger machte zahlreiche Erfindungen, so konstruierte er Schleif-, Säge- und Stampfmühlen.

 

Die ersten - nicht mehr arbeitsfähigen und ehelosen - Handwerker konnten das von dem Montanunternehmer Matthäus Landauer gestiftete Landauersche Zwölfbrüderhaus unweit des Inneren Laufer Tors beziehen. Im Zweiten Weltkrieg wurde es fast vollständig zerstört, heute besteht noch die zugehörige, wieder aufgebaute Landauerkapelle.

 

Um 1510/20 wurde der Annenaltar in der Lorenzkirche gestiftet. Die Altarflügel stammen von Hans Suess von Kulmbach, die Schnitzwerke aus dem Umkreis des Veit Stoß.

 

Unter dem 14.06.1510 lässt sich in einem Ratsprotokoll erstmals das Puppenspiel in Nürnberg nachweisen. Bei dem dort erwähnten „Tockelspiel“ handelte es sich vermutlich um eine Art Figurentheater.

Vor 475 Jahren:
1535

Christoph Kreß von Kressenstein, aus der heute noch blühenden Patrizierfamilie, stirbt. Er wurde bekannt als Oberster Hauptmann und Kriegsrat des Schwäbischen Bunds im Bauernkrieg, außerdem unterzeichnete er für Nürnberg die Confessio Augustana.

 

Der Buchdrucker und Buchhändler Friedrich Peypus stirbt. Peypus tat sich besonders im Bibeldruck hervor; 1522 veröffentlichte er im Auftrag des Rats die „Reformation der Stadt Nürnberg“.

 

Durch die Vergrößerung der Burgbastei zwischen Vestnertor und Tiergärtnertor entsteht der so genannte Kühberg. Die als Viehweide genutzte Fläche gelangte 1864 durch eine Schenkung als Grünanlage an die Stadt Nürnberg.

 

Die Grundherr von Altenthann und Weiherhaus, ein heute noch blühendes Geschlecht, erwerben ihre namengebende Grundherrschaft Altenthann bei Schwarzenbruck.

 

Die Scheurl von Defersdorf erwerben das Zeidelgut in Fischbach. Das Schloss in der Fischbacher Hauptstraße 172 befindet sich bis heute im Besitz der Familie.

 

Die alte Erlensteger Mahlmühle ist erstmals urkundlich belegt. Sie wurde bis etwa 1921 noch als Mühle betrieben, 1930 brach man das Gebäude ab. Auf dem Gelände der Mühle befindet sich heute das Naturgartenbad.

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Vor 450 Jahren:
1560

16.04.1560: Auf Initiative von 61 Nürnberger Großkaufleuten wird am Hauptmarkt eine Handelsbörse eingerichtet. Zwei Läden am Hauptmarkt 25 dienten als Sitzungsräume, wo ab 1566 der Handelsvorstand die Börsengeschäfte organisierte. Dieser ging 1853 in der Handelskammer auf und besteht in der Industrie- und Handelskammer weiter, die ihren Sitz noch heute am Hauptmarkt 25 hat.

 

19.04.1560: Der Humanist und Reformator Philipp Melanchthon stirbt in Wittenberg. 1526 kam er als Lehrer an das Egidiengymnasium in Nürnberg, das seit 1933 seinen Namen trägt.

 

23.04.1560: Hans Guldenmund, der neben Nicolaus Meldeman bedeutendste Briefmaler Nürnbergs, stirbt.

Vor 425 Jahren:
1585

11.11.1585: Der Zimmermann Bartel Blümel stirbt in Talgente (Chile). Im Auftrag von Lazarus Nürnberger gelangte Blümel 1528 als Zimmermannsgeselle nach Südamerika, wo er 1541 zu den Konquistadoren gehörte, die Santiago de Chile gründeten.

 

Wenzel Jamnitzer stirbt und wird am 19. Dezember beigesetzt. Er war der bedeutendste Goldschmied des Manierismus in Deutschland. Von ihm stammt der bekannte Merkelsche Tafelaufsatz.

 

Das zwischen 1508 und 1511 für die Landauerkapelle gefertigte Allerheiligenbild Albrecht Dürers geht an Rudolf II., der es für seine Sammlung erwarb. In der Landauerkapelle ist eine Kopie des Bildes zu sehen, das Original befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Vor 375 Jahren:
1635

03.11.1635: Der Philosoph, Mathematiker und Physiker Johann Christoph Sturm wird in Hilpoltstein geboren. Sturm erhielt 1669 einen Ruf als Professor für Mathematik und Physik an die Altdorfer Universität. Er propagierte als Erster in Deutschland das Experiment als unabdingbaren Teil des Physikunterrichts.

 

Dreißigjähriger Krieg: Im Juli wird Nürnberg in den Prager Frieden aufgenommen. Die Reichsstadt löst sich von den Schweden und tritt wieder zur kaiserlichen Partei über, wofür Nürnberg die Zusicherung des Bekenntnisstandes und des Besitzes des säkularisierten Kirchenguts erhält, gleichzeitig aber auf die Verleihungen Gustav Adolfs verzichten und Zahlungen leisten muss.

 

Die bereits seit 1498 bestehende Apotheke des Heilig-Geist-Spitals wird privatisiert und geht an den Apotheker Strauch über. Seit 1856 wird die Spitalapotheke von der Apothekerfamilie Eckart geführt.

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Vor 350 Jahren:
1660

1660-68: Das Original des von Georg Schweigger und dem Goldschmied Christoph Ritter entworfen Neptunbrunnens entsteht in der Werkstatt des Wolfgang Hieronymus Herold. Das Brunnenkunstwerk wurde 1796 nach St. Petersburg verkauft. Die heute im Stadtpark aufgestellte Kopie war durch den Hopfenhändler Ludwig Ritter von Gerngros gestiftet worden und fand 1902 zunächst Aufstellung am Hauptmarkt.

 

Martin Löhner wurde zum Röhrenmeister für die Lorenzer Stadtseite bestimmt. Die Röhrenmeister waren für die Verlegung und Instandhaltung der öffentlichen Wasserleitungen zuständig. Vor seinem Haus auf der Insel Schütt installierte er Wasserspiele, zu denen auch eine Wasserorgel gehörte, die mehrere Lieder wiedergeben konnte. Die Löhnerstraße in Schoppershof wurde ihm zu Ehren benannt.

 

Die verschuldete Patrizierfamilie Geuder von Heroldsberg muss 1660/61 ihre Besitzungen in Neunhof bei Lauf an die Welser abtreten, Neunhof wurde so zu deren namengebenden Sitz. Die Welser von Neunhof besitzen dort heute noch zwei Schlösser.

 

1629 und 1660 konnte die Patrizierfamilie Gugel Güter in Diepoltsdorf erwerben, das zu ihrem namengebenden Sitz wurde. Die Gugel von Diepoltsdorf starben 1804 in Nürnberg aus, eine bayerische Linie besteht noch.

Vor 300 Jahren:
1710

Um 1710 wurde der Hörmannsche Herrensitz in Schniegling erbaut. In dem heute unter der Anschrift Schnieglinger Straße 249 zu findenden Gebäude betrieb Hörmann eine Spiegelglasschleiferei.

Vor 275 Jahren:
1735

14.07.1735: Der Arzt, Geologe und Paläontologe Johann Jakob Baier stirbt in Altdorf. Er erhielt 1703 einen Ruf an die Universität Altdorf. Baier gilt mit seiner „Oryktographia Norica“ als Begründer der fränkischen Geologie und Paläontologie.

 

18.07.1735: Der Nürnberger Musiker Johann Krieger stirbt in Zittau. Krieger schrieb Opern, vokale Kirchen- und Kasualmusik sowie Klaviermusik. Die Johann-Krieger-Straße in der Gartenstadt erinnert an ihn.

 

Der Landkartenverlag Homann bezieht das Haus Burgstraße 15, das nach seinem späteren Besitzer, Georg Christoph Franz Fembo, Fembohaus benannt wurde. Homanns Erben druckten und vertrieben Karten von fast allen Ländern der Welt und waren in diesem Segment im 18. Jahrhundert Marktführer.

Vor 250 Jahren:
1760

Die Erben der Familie Glockengießer errichten in Glockenhof den noch vorhandenen Schlossbau in der heutigen Glockenhofstraße 47.

Vor 225 Jahren:
1785

16.03.1785: Der Buch- und Kunsthändler Johann Andreas Börner (auch Boerner) wird in Nürnberg geboren. Privat fertigte er Radierungen und Lithographien, die er allerdings nicht verkaufte, sondern an Freunde verschenkte.

 

19.05.1785: Nach dem Abriss der Kapelle des Elisabethspitals kann der Grundstein für die Elisabethkirche beim Jakobsplatz gelegt werden. 1885 erwarb die Erzdiözese Bamberg das Gotteshaus.

 

31.05.1785: Der Kaufmann Johannes Scharrer wird in Hersbruck geboren. 1823 bis 1829 hatte er das Amt des Zweiten Bürgermeisters inne. Kommunal- und sozialpolitisch gestaltete er nachhaltig die ersten Jahrzehnte Nürnbergs als bayerische Stadt; so war er auch bis 1844 Direktor der ersten deutschen Eisenbahn.

 

22.08.1785: Der Tabakfabrikant und Politiker Georg Bestelmeyer wird in Schwabach geboren. Während seiner Zeit als Zweiter Bürgermeister, 1838 bis 1848, besorgte er die Reform und Konsolidierung des städtischen Finanzwesens.

 

31.10.1785: Carl Mainberger wird in Nürnberg geboren, wo er 1860 auch verstirbt. Der Verlagsbuchhändler (Riegel & Wießner) verfasste Nürnberg-Führer und besorgte die Herausgabe des Adressbuchs. Er war Direktor der Ludwigseisenbahn und gehörte zu den Gründern der 1829 entstandenen „Nürnberger Liedertafel“, aus der später der Nürnberger Mozartverein wurde, der älteste Mozartverein überhaupt.

 

18.11.1785: Der Kaufmann und Politiker Johann Merkel wird in Nürnberg geboren. 1835 bis 1838 war er Zweiter Bürgermeister der Stadt. Gemeinsam mit anderen Kaufleuten machte er sich für Zoll- und Gewerbefreiheit stark.

 

1785 entsteht die bislang älteste bekannte Darstellung des Christkindlesmarkts durch Joseph Kellner. Der Kupferstich trägt den Titel „Der Sogenannte Kindleins Marckt“.

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Vor 200 Jahren:
1810

07.12.1810: Das königlich bayerische protestantische Dekanat Nürnberg wird ins Leben gerufen. Heute gehören dem in fünf Prodekanatsbezirke unterteilten Evangelisch-Lutherischen Dekanat Nürnberg 47 Gemeinden an.

 

Die „Alte Schau“ am Rathausplatz 1 wird abgebrochen. Das ehemalige Schauamt, das in reichsstädtischer Zeit u. a. für die Prüfung von Gold, Silber und Edelmetallmünzen zuständig war, hatte man bereits 1799 aufgehoben. Seine Aufgaben gingen später an die Stadtkasse über. In bayerischer Zeit errichtete man dort die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Hauptwache. Seit 1960 findet sich dort das Bratwursthäusle.

 

Die Frauenkirche geht 1809 an die katholische Gemeinde über und wird 1810 zur Pfarrei erhoben. Seit der Reformation bis zum Übergang Nürnbergs an Bayern hatte die Kirche als evangelische Predigerkirche gedient.

 

Die Gesellschaft Museum gründet sich als Geselligkeits- und Lesegesellschaft. Die Museumsbrücke verweist mit ihrem Namen auf den früheren Ort des Gesellschaftshauses der Vereinigung in der Königstraße 1. Heute ist die Gesellschaft Museum in der Campestraße 10 ansässig.

Vor 175 Jahren:
1835

12.01.1835: Christian Heinrich Clemens Wurm stirbt in München. Als Polizeidirektor in Nürnberg reorganisierte er das Bau- und Polizeiwesen und besorgte den Aufbau des Volksschulwesens. Als Vertreter der neuen, häufig mit Ablehnung bedachten Regierung war er bei den Zeitgenossen umstritten.

 

01.02.1835: Der Kupferstecher Johann Ludwig Stahl stirbt in Nürnberg. Stahl arbeitete auch als Geometer, Wachsbossierer und Miniaturmaler, mit seinem Bruder betrieb er einen Kunstverlag. Er gehörte zu den Mitbegründern des Albrecht-Dürer-Vereins.

 

29.06.1835: Der Arzt Ritter Gottlieb von Merkel wird in Nürnberg geboren. Aufgrund seiner Anregungen baute man das neue städtische Krankenhaus an der Flurstraße, das heutige Nordklinikum. Merkel engagierte sich in verschiedenen ärztlichen Vereinigungen und als hygienischer Berater der Stadt. Für seine Verdienste um das Gesundheitswesen ernannte ihn die Stadt zum Ehrenbürger.

 

07.12.1835: Der Adler, die erste deutsche Eisenbahn, absolviert auf der Strecke Plärrer-Fürth die erste Fahrt.

 

Johann Sebastian Staedtler legt mit der Eröffnung eines Betriebs zur Herstellung von Blei- und Farbstiften in der Altstadt den Grundstein für die heute noch bestehende Firma, die ihren Hauptsitz inzwischen im Stadtteil Boxdorf hat.

 

Der aus Braunschweig stammende Wilhelm Tümmel erwirbt eine kleine Druckerei in Nürnberg. Die Druckerei mit Verlag – W. Tümmels Buchdruckerei und Verlag GmbH & Co.KG – ist heute in Eibach ansässig.

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Vor 150 Jahren:
1860

04.02.1860: Guido Volckamer von Kirchensittenbach wird in Passau geboren. Er erlangte als Sammler, u.a. von Büchern, Medaillen und Münzen, sowie Fotograf zahlreicher Nürnberger Herrensitze Bedeutung. Teile seiner Sammlung befinden sich heute im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

 

23.02.1860: Max Ottenstein, der Mitbegründer der Victoria-Werke, wird in Gunzenhausen geboren. Nach 1933 war die Familie Ottenstein, da jüdischer Herkunft, gezwungen Deutschland zu verlassen, ihre Firma wurde arisiert. Max Ottenstein starb 1947 in Liechtenstein.

 

24.02.1860: Der Ingenieur und Großkaufmann Oskar von Petri wird in Elberfeld (Wuppertal) geboren. Von Petri engagierte sich auch als Mäzen, so spendete er größere Summen für das Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, das Künstlerhaus oder auch die damalige Fränkische Galerie am Marientor, die heutige Kunsthalle.

 

24.08.1860: Der Maler und Radierer Wilhelm Ritter wird in Nürnberg geboren. Der Spross der Malerfamilie fertigte eine prämierte Idealansicht von Nürnberg für die Weltausstellung in Chicago 1893 in Form eines Kolossalgemäldes. Seit 1887 arbeitete er freischaffend als Architekturmaler, Radierer und Freskomaler.

 

13.10.1860: Der Turnverein 1860 Nürnberg-Schweinau e.V. gründet sich und ist damit Nürnbergs zweitältester Turnverein. 2003 fusionierte der Verein mit dem TV Jahn zum TV 1860 Nürnberg Jahn-Schweinau e.V.

 

Der Philosoph Ludwig Andreas Feuerbach zieht nach Nürnberg, wo er bis zu seinem Tod 1872 am Rechenberg lebt.

 

Die 1794 gegründete Hopfenhandlung Barth & Sohn ist seit 1860 in Nürnberg ansässig. Das zur Barth-Haas Gruppe gehörende Unternehmen, das in achter Generation von der Familie geführt wird, ist heute der weltweit größte Anbieter von Hopfen.

 

Der Arzt Lorenz Melchior Geist (1807-1867) veröffentlichte unter dem Titel „Klinik der Greisenkrankheiten“ das erste Buch über Alterskrankheiten in Deutschland, das zu einem Standardwerk wurde. Geist konnte hier aus seiner Erfahrung als Hausarzt im Heilig-Geist-Spital schöpfen. Er erlangte außerdem gemeinsam mit Ernst von Bibra Bedeutung für die Forschungen auf dem Gebiet der Gewerbehygiene.

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Vor 125 Jahren:
1885

28.01.1885: Der Zahnarzt und Politiker Fritz Linnert wird in Gunzenhausen geboren (+ 1949 Nürnberg). Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den Mitbegründern der bayerischen FDP.

 

12.02.1885: Julius Streicher wird in Fleinhausen, im Landkreis Augsburg, geboren. Streicher, bereits seit 1909 in Nürnberg, gab hier ab 1923 das antisemitische Hetzblatt „Der Stürmer“ heraus. Er gründete die erste Nürnberger Ortsgruppe der NSDAP und saß ab 1924 im Stadtrat. 1936 wurde er zum Gauleiter von Franken ernannt. Während des Hauptkriegsverbrecherprozesses verurteilte man Streicher wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ am 01.10.1946 zum Tode durch den Strang.

 

04.04.1885: Der Zimmermann August Meier wird in Gernsbach geboren. Meier, seit 1908 Mitglied der SPD, gehörte, mit Ausnahme der NS-Zeit, von 1919 bis 1966 dem Stadtrat an. Unter den Nationalsozialisten erlitt er eine siebenmonatige Haft im KZ Dachau. Das städtische Altenheim an der Regensburger Straße trägt den Namen des Ehrenbürgers.

 

06.05.1885: Maximilian Reck stirbt in Nürnberg. Reck leitete ab 1858 das Alte Stadttheater. Seine Direktion bezeichnet die wichtigste Epoche des Nürnberger Theaters im 19. Jahrhundert.

 

21.07.1885: Der Mechaniker Lorenz Hagen wird in Amberg geboren. Hagen war seit 1908 Mitglied der SPD und engagierte sich als Betriebsrat. Zwischen 1933 und 1945 nahmen ihn die Nationalsozialisten mehrmals in „Schutzhaft“. Hagen war nach 1945 maßgeblich am Wiederaufbau der Gewerkschaftsbewegung in Nürnberg und Bayern beteiligt.

 

04.08.1885: Johann Ludwig Werder stirbt in Nürnberg. Der aus Russland stammende Techniker und Erfinder wurde 1865 Teilhaber der Firma Klett & Co sowie nach deren Umwandlung in eine AG Aufsichtsrat der Maschinenbau-Actien-Gesellschaft Nürnberg (heute MAN). Die Wohnsiedlung der MAN, die ab 1910/11 gebaute Werderau, ist nach ihm benannt.

 

Mit dem am 22.11.1885 ins Leben gerufenen Lokalverein für Innere Mission wird der Grundstein für die Stadtmission Nürnberg gelegt.

 

Die Erzdiözese Bamberg erwirbt die Elisabethkirche, die nach Vollendung des Innenausbaus 1905 geweiht werden konnte.

 

1885 bis 1889 wird nach den Entwürfen von August von Essenwein das Rathaus durch Gebäude im neugotischen Stil erweitert. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, brach man die Reste des Essenweinschen Rathausbaus später endgültig ab.

 

Im Oberpostamt am Hauptbahnhof wird die Telefonumschaltstelle Nürnberg eröffnet.

 

Die Eröffnung des 19 km östlich von Nürnberg befindlichen Ursprungswasserwerks markiert den Beginn der zentralen öffentlichen Wasserversorgung in der Stadt.

 

Der Ire Bram Stoker besucht Nürnberg und besichtigt dabei auch die Kriminalistisch-kulturhistorische Sammlung, auch Folterkammer genannt, im Fünfeckturm. Die dort ausgestellte Eiserne Jungfrau fand Eingang in die von ihm verfasste Gruselgeschichte „The Squaw“.

 

Die Reichelsdorfer Brauerei Schalkhauser eröffnet im Wald am Fuchsberg einen Bierkeller, dem der Stadtteil Reichelsdorfer Keller seinen Namen verdankt.

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Vor 100 Jahren:
1910

10.05.1910: Der neue Israelitische Friedhof an der Schnieglinger Straße wird eingeweiht.

 

20.05.1910: Der Architekt und Mitbegründer des so genannten Nürnberger Stils, Konradin Walther, stirbt in Nürnberg. 1873 bis 1910 war er als Professor für Architektur und Möbelzeichnen an der Kunstgewerbeschule tätig. Zu den in Nürnberg von ihm geplanten Bauten gehören das Hotel Deutscher Kaiser in der Königstraße und das Künstlerhaus.

 

03.07.1910: Das von Konradin Walther und Otto Seegy entworfene Künstlerhaus am Königstor wird in Anwesenheit von Prinz Ludwig von Bayern feierlich eröffnet. Bis zur kriegsbedingten Auslagerung zeigte man im Künstlerhaus die Städtischen Kunstsammlungen. Nachdem in den 1960er Jahren auch ein Abriss des Gebäudes diskutiert worden war, erfolgte 1997 bis 2000 die Generalsanierung des inzwischen denkmalgeschützte Hauses.

 

06.09.1910: Der katholische Pfarrer Leonhard Übler wird in Pilgramshof geboren. Während des Nationalsozialismus half er dem französischen Priester Joseph Gelin, der heimlich Gottesdienste und die Seelsorge für die rund 20.000 französischen Kriegsgefangenen organisierte. 1951 bis 1991 wirkte er als Pfarrer an St. Sebald in Altenfurt. Er verstarb 1996 in Nürnberg.

 

07.10.1910: Der Ehrenbürger Friedrich Wanderer stirbt in München. Der Maler, Zeichner, Illustrator und Kunstschriftsteller wirkte auch als Professor für kunstgewerbliches Zeichnen an der Kunstgewerbeschule. Sein Spezialgebiet waren Glasfenster. 1880 war er an der Neuausstattung des Albrecht-Dürer-Hauses beteiligt.

 

29.11.1910: Der Nürnberger Hockey- und Tennisclubs e.V. gründet sich als „Nürnberger Hockey-Club“. Auf dem Vereinsgelände an der Siedlerstraße konnte 1967 die erste vereinseigene Tennishalle eingeweiht werden.

 

In den Jahren 1907 bis 1910 wurden die Rathausneubauten nördlich der Theresienstraße nach Plänen von Heinrich Wallraff errichtet. Die an die Nürnberger Renaissance angelehnten Gebäude brannten 1944/45 bis auf die Umfassungsmauern aus. Die Wiederaufbauarbeiten des Wallraffbaus wurden 1961 bis 1963 abgeschlossen.

 

Das Gemälde „Kaufmannszug“ von Georg Kellner wird am Gebäude der IHK am Hauptmarkt angebracht. Es zeigt die bildliche Umsetzung des Ausspruchs „Nürnberger Tand geht durch alle Land“.

 

Als Vorläufer der Rudolf-Diesel-Fachschule wird der Offene Zeichensaal eingerichtet, der es Handwerkern und Kunsthandwerkern ermöglichte, sich fortzubilden. Das Angebot fand großen Anklang. 1946 erfolgte die Wiedereröffnung als Berufsoberschule, die seit 1967 den Namen Rudolf Diesels trägt.

 

Die Villenkolonie Ebensee bei Mögeldorf wird gegründet. Die an den Jugendstil und den Nürnberger Stil angelehnten Wohnhäuser beruhen auf einem einheitlichen Grundplan.

 

1910/11 entsteht die Werderau als Wohnsiedlung der MAN. Der Name erinnert an den Techniker, Erfinder und Direktor der Fabrik Johann Ludwig Werder.

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Die von Josef Schmitz entworfene katholische Kirche St. Antonius in Gostenhof wird geweiht.

 

Die katholische Kirche St. Michael, nach dem Entwurf von Otto Schulz, im Stadtteil St. Johannis wird geweiht.

 

Die Ringbahn, die die Güterverkehrsstrecken um Nürnberg mit dem Rangierbahnhof verband, war mit der Vollendung des letzten Teilstücks, von Nürnberg-Nord zum Südring bei der Leyher Straße, fertiggestellt.

 

Die Fotografen Carl Bischof und Theo Broel eröffnen in der Bayreuther Straße 21 das heute noch dort unter dem Namen Bischof & Broel bestehende Fotogeschäft. Seit 1956 fertigt die Firma Luftbildaufnahmen in ganz Deutschland.

 

Otto und Georg Seim gründeten die Firma Seim, die zunächst Waffeln herstellte und ab 1913 in die Produktion von Lebkuchen einstieg. In den 1920er Jahren wurden die Produkte von Seim im In- und Ausland zahlreich prämiert. 1985 von Schöller übernommen, gingen die Markenrechte an Seim 1998 an die Firma Lambertz in Aachen über.

 

Zwischen 1904 und 1910 erfolgt die repräsentative Bebauung des Prinzregentenufers im Jugendstil und Nürnberger Stil.

 

1910 wird der Verlag der katholischen Nürnberger Volkszeitung gegründet, der sich 1920 in Sebaluds-Verlag umbenannte. Die Sebaldus Druck und Verlag GmbH zählte zu den großen deutschen Medienhäusern. 2000 fusionierte der Verlag mit der Druckfirma Schlott AG aus dem badenwürttenbergischen Freudenstadt.

Vor 75 Jahren:
1935

01.01.1935: Aus mehreren Dekanaten der Kirchenkreise Ansbach und Bayreuth entsteht der Kirchenkreis Nürnberg. Heute gehören zum Kirchenkreis Nürnberg zehn Dekanate. Der Kirchenkreis Nürnberg ist einer von sechs Kirchenkreisen, in die die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern unterteilt ist.

 

10.09.1935: Der Unternehmer Fritz Neumeyer verstirbt in Nürnberg. Neumeyer hatte die nach ihm benannte Firma gegründet, aus der sich das bedeutende Industrieunternehmen Kabel- und Metallwerke Neumeyer AG entwickelte. Außerdem gehörte er zu den Mitbegründern der Zündapp-Werke. Neumeyer hatte zahlreiche Ehrenämter inne, so engagierte er sich für das Germanische Nationalmuseum Nürnberg, die Cnopfsche Kinderklinik oder auch die Universität Erlangen.

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15.09.1935: Während des Reichsparteitags erlässt der eigens einberufene Reichstag das „Reichsbürgergesetz“ und das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“, die als „Nürnberger Gesetze“ in die Geschichte eingegangen sind. Die auch „Rassegesetze“ genannten Verordnungen grenzten die jüdischen Deutschen aus dem öffentlichen Leben aus und bereiteten den Weg für die Ermordung von Millionen Juden, Sinti und Roma und anderen als „minderwertig“ eingestuften Personengruppen aus ganz Europa. Seit 2006 geben zwei Informationsstelen vor dem AOK-Haus am Frauentorgraben, in dessen Vorgängerbau die Gesetze erlassen worden waren, Auskunft über die „Nürnberger Gesetze“ und erinnern an die Opfer.

 

Während des Reichsparteitags wird der Grundstein für die von Ludwig Ruff entworfene Kongresshalle gelegt. Heute befindet sich in der Kongresshalle das 2001 eröffnete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.

 

Der 1906 für die Bayerischen Landes-Gewerbe-Industrie- und Kunstausstellung am Dutzendteich errichtete Leuchtturm wird im Zuge der Bauarbeiten für die Kongresshalle gesprengt. Der Turm war bei den Nürnbergern ein beliebtes Ausflugsziel.

 

Der 1933 begonnene Ausbau des Luitpoldhains zur Luitpoldarena auf dem Reichsparteitagsgelände wird abgeschlossen. Die Luitpoldarena wurde von SA und SS als Aufmarschgelände genutzt. Die baulichen Hinterlassenschaften der NS-Zeit wurden 1959/60 entfernt und das Gelände zum heutigen Luitpoldhain umgestaltet.

 

Die Arbeiten für den Bau der Reformationsgedächtniskirche am Berliner Platz werden aufgenommen. Die von Gottfried Dauner entworfene Kirche war bis 1938 fertiggestellt.

 

Zum 100-jährigen Jubiläum der ersten deutschen Eisenbahn, des Adlers, lässt die Reichsbahn einen originalgetreuen Nachbau anfertigen. Im Oktober 2005 wurde die Lokomotive bei einem Brand im historischen Lokschuppen fast völlig zerstört. Nach der Reparatur im Dampflokwerk Meiningen, konnte der restaurierte Adler am 26.04.2008 seine Jungfernfahrt absolvieren.

 

Im 1905 eröffneten Opernhaus werden auf Anweisung Hitlers alle Jugendstilelemente entfernt.

 

Die katholischen Kirchen St. Martin im Stadtteil Gärten hinter der Veste, St. Sebald in Altenfurt und St. Kunigund in Gleißhammer werden geweiht.

 

Das Linde-Eisstadion an der Äußeren Bayreuther Straße wird als Ersatz für eine ältere Anlage in Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 1936 durch die Linde AG gebaut. Nach Einweihung der neuen Arena 2001, wurde das Linde-Eisstadion geschlossen und abgerissen. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Einkaufszentrum.

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Vor 50 Jahren:
1960

11.01.1960: Der Gartenarchitekt Kurt Ahles stirbt. Ahles stand seit 1923 im Dienst der Stadt Nürnberg. Gemeinsam mit Gartendirektor Alfred Hensel besorgte er die gärtnerische Ausgestaltung des Tiergartens am Schmausenbuck, der als einer der landschaftlich reizvollsten Zoos gilt.

 

24.04.1960: Der Stadtrat und Personalreferent Julius Rühm stirbt in Nürnberg. Die amerikanische Militärregierung ernannte ihn am 22.04.1945 zum Oberbürgermeister, setzte ihn aber wegen seiner NS-Vergangenheit bereits am 26.07.1945 wieder ab. Im September 1945 trat er nach 47 Jahren im Dienst der Stadt Nürnberg in den Ruhestand.

 

30.04.1960: Der Wirtschaftswissenschaftler Wilhelm Vershofen verstirbt in Tiefenbach bei Oberstdorf. Aus dem 1925 von ihm begründeten Institut für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware ging 1934 die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Bis 1956 gehörte er der GfK als Vorstandsmitglied an.

 

14.07.1960: Schloss Neunhof bei Kraftshof wird mit der Einrichtung eines Jagdmuseums durch das Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (GNM) zur Außenstelle des GNM. In dem Patrizierschloss sind - in den Sommermonaten - seltene originale Inneneinrichtungsgegenstände des 16. bis 19. Jahrhunderts sowie eine prachtvolle Kochküche und Prangküche zu sehen.

 

14.10.1960: Die Lebensmittelgroßhandlung Bernhard Müller KG aus Augsburg eröffnet im ehemaligen Adonia-Kino in der Alberichstraße 9 den ersten Nürnberger Supermarkt. Auf einer Verkaufsfläche von 1.000 qm wurden 3.000 verschiedene Artikel angeboten.

 

24.10.1960: Die ersten Feuerwehrmänner beziehen die Feuerwache Mitte am Jakobsplatz, mit deren Planung bereits 1955 begonnen worden war.

 

01.12.1960: Das Bratwursthäusle am Rathausplatz wird eröffnet. Der Vorgängerbau, die Hauptwache, war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.

 

14.12.1960: Die ersten Bürgermedaillen der Stadt Nürnberg, deren Einführung 1958 beschlossen worden war, werden an Constantin Brunck, Konzertkritiker und Komponist, Joseph Hemmersbach, Werkzeugmacher und Stadtrat, Richard Hesse, städtischer Sprengmeister, und Heinrich Stuhlfauth, den Nationaltorwart des 1. FCN, verliehen.

 

Der Wiederaufbau der Westfront des Wolffschen Rathausbaus ist vollendet.

 

Die katholische Kirche St. Franziskus in der Gartenstadt, nach dem Entwurf von Robert Gruber, wird geweiht.

 

Die neue, evangelische Matthäuskirche in Gärten hinter der Veste, geplant von dem Architekten Wilhelm Schlegtendal, wird geweiht.

 

Die Verlegung des Valka-Lagers nach Zirndorf ist endgültig abgeschlossen und das 1946 ursprünglich für Displaced Persones eingerichtete Flüchtlingslager in Langwasser wird aufgelöst. Zuletzt fungierte die Einrichtung als Bundessammellager für Ausländer und unterstand der Vorgängerbehörde des Bundesamts zur Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (heute Bundesamt für Migration und Flüchtlinge).

 

In Nürnberg wird eine Durchgangsstelle zur Erstaufnahme von Aussiedlern in Betrieb genommen, die auch die Aufnahme und Verteilung aller deutschen Personen, die in die Bundesrepublik Deutschland übersiedeln wollten, regelte. Bis Juni 1994 wurden 444.962 Aussiedler in der Nürnberger Durchgangsstelle registriert. Zum 01.07.1994 erfolgte die Umwandlung der Durchgangsstelle in die Landesaufnahmestelle des Freistaates Bayern.

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Vor 25 Jahren:
1985

12.07.1985: Der Partnerschaftsvertrag mit der schottischen Stadt Glasgow wird unterzeichnet. Bereits seit 1954 bestanden Kontakte zu Glasgow durch den Schüler- und Studentenaustausch.

 

03.11.1985: Der katholische Verleger Karl Borromäus Glock stirbt in Heroldsberg. Der Gründer des Verlags Glock & Lutz machte sich mit den „Autorentagen“, der Stiftung der „Willibald-Pirkheimer-Medaille“ für Kunst und Wissenschaft und dem „Willibald-Pirkheimer-Kuratorium“ um das kulturelle Leben der Stadt verdient, wofür er 1975 mit der Bürgermedaille ausgezeichnet wurde.

 

15.11.1985: Der Partnerschaftsvertrag mit San Carlos in Nicaragua wird unterzeichnet. Nürnberg unterstützt seine Partnerstadt vor allem mit Hilfen im medizinischen Bereich oder auch beim Aufbau der Trinkwasserversorgung.

 

18.12.1985: Der gelernte Drucker Leonhard Mahlein aus Nürnberg stirbt in Stuttgart. Mahlein, zunächst Mitglied der KPD, später der SPD, engagierte sich schon ab 1946 in der Gewerkschaftsbewegung und wurde 1965 zum Ersten Vorsitzenden der IG Druck und Papier in Bayern gewählt.

 

Nach den Plänen der Architekten Eberhard Schunck und Dieter Ullrich entsteht 1985/86 die evangelische Martin-Niemöller-Kirche in Langwasser.

 

Die Ausstellung „Faszination und Gewalt“ zur Geschichte des Reichsparteitagsgeländes wird in der Zeppelintribüne eröffnet. Mit der Eröffnung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände 2001 wurde die Präsentation geschlossen.

 

Zum 150. Jahrestag der Fahrt der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth finden zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter eine große Ausstellung unter dem Titel „Zug der Zeit – Zeit der Züge“.

 

Der 1976 gegründete Verein „Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e.V.“ richtet auf dem Gelände ehemaligen Straßenbahn-Nebenwerks St. Peter ein Straßenbahnmuseum, das Historische Straßenbahndepot St. Peter, ein.

 

Die U 1, mit deren Bau 1972 in Langwasser begonnen worden war, erreicht den Fürther Hauptbahnhof.

 

Aus einer von Studenten begründeten Initiative entsteht der Verein Geschichte für Alle. Über historische Stadtrundgänge, Publikationen und Ausstellungen vermittelt der Verein Lokalgeschichte.

 
Stand: 23.04.2009
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