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Startseite > Stadtgeschichte > Gedenktage 2006

   

Nürnberger Gedenktage, Jubiläen und historische 
Erinnerungsdaten für das Jahr 2006

 

Vor 950 Jahren:
1056

 

05.10.1056: Kaiser Heinrich III. stirbt in der Königspfalz Bodfeld (Niedersachsen). Die Gründung Nürnbergs ist eng mit ihm verbunden, so stellte er 1050 die Sigena-Urkunde aus, in welcher der Name 'Nuorenberg' erstmals erwähnt wird.

Vor 750 Jahren:
1256

Nürnberg tritt dem ersten Städtebund Deutschlands, dem Rheinischen Städtebund, bei, mit dem eine neue Form der Landfriedenswahrung erreicht werden sollte. Mit dem Beitritt von Nürnberg und Regensburg erfuhr der Bund, der sich 1257 wieder auflöste, seine größte Ausdehnung.

Vor 725 Jahren:
1281

Schnepfenreuth und Höfles werden erstmals erwähnt. König Rudolf von Habsburg (1273-91) belehnte damals die Burggrafen von Nürnberg, die Zollern, mit 'Snepfenrude' und 'Houelines'.

Vor 675 Jahren:
1331

Das 1972 nach Nürnberg eingemeindete Gaulnhofen wird in den Zinsbüchern des Klosters Ebrach erstmals erwähnt.

 

27.09.1331: Burggraf Friedrich IV. schenkt Konrad Groß eine Wiese zur Errichtung eines Spitals, auf der zwischen 1332 und 1339 das von Groß gestiftete Heilig-Geist-Spital entstand.

Vor 650 Jahren:
1356

Die Weihe des Altars von St. Jobst, der einen Kirchenbau voraussetzt, ist für das Jahr 1356 nachgewiesen.

 

10.01.1356: Kaiser Karl IV. erlässt auf dem Hoftag zu Nürnberg die Goldene Bulle. Für Nürnberg von Bedeutung war besonders die Bestimmung, dass jeder neu gewählte König seinen ersten Hoftag in der Reichsstadt abzuhalten hatte.

 

10.05.1356: Der Kaufmann Kondrad Groß stirbt in Bamberg, wird aber in der Heilig-Geist-Kirche in Nürnberg bestattet. Diese und das Heilig-Geist-Spital waren 1339 von Konrad Groß gestiftet worden.

 

27.12.1356: Die Mystikerin Christina Ebner stirbt im Kloster Engelthal. Sie wurde bekannt durch ihre Visionen und Gnadenerlebnisse, die ihr seit 1291 widerfuhren.

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Vor 625 Jahren:
1381

In einem gegen fünf Männer verhängten Stadtverbot wird die Ausübung der Prostitution in Nürnberg erstmals urkundlich belegt.

 

15.05.1381: Eppelein von Gailingen wird bei Neumarkt in der Oberpfalz gerädert und enthauptet. Nachdem er in den Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Hohenlohe und Burggraf Friedrich V. von Nürnberg großen Schaden an seinen Besitzungen genommen hatte, versuchte er sich in Raubzügen und Fehden zu seinem Recht zu verhelfen, worunter besonders Nürnberg zu leiden hatte. Noch heute bekannt ist die Sage vom 'Eppeleinsprung' über den Stadtgraben bei der Burg.

Vor 525 Jahren:
1481

Der Peststadel neben dem Pellerhaus wird als Kornmagazin errichtet. Seinen heute bekannten Namen erhält er während der Pestepedemien, als man die Wagen, auf den denen die Pesttoten zu den Friedhöfen gebracht wurden, hier unterstellte.

 

11.11.1481: Der Ratskonsulent und Diplomat Christoph II. Scheurl wird in Nürnberg geboren. Als Ratskonsulent arbeitete er an der Erneuerung des Nürnberger Stadtrechtes mit und leitete das Religionsgespräch 1525. Sein besonderes Interesse galt der Geschichte der Nürnberger Ratsfamilien, so verfasste er nicht nur für seine eigene Familie ein Geschlechterbuch, sondern auch für die Pfinzing, Loeffelholz, Fütterer und Zingel sowie den Text für das Große Tucherbuch.

Vor 500 Jahren:
1506

1506: Der Zimmermann Bartel Blümel wird in Nürnberg geboren. Im Auftrag von Lazarus Nürnberger gelangte Blümel 1528 als Zimmermannsgeselle nach Südamerika, wo er 1541 zu den Konquistadoren gehörte, die Santiago de Chile gründeten.

 

1506/07: Die heute in das Willstätter-Gymnasium integrierte Landauerkapelle wird von Hans Beheim d.Ä. errichtet.

 

1506/07: Der Verfasser der nach ihm benannten Chronik, Heinrich Deichsler, stirbt. Die Deichslerische Chronik gibt vor allem Auskunft über das soziale und kulturelle Leben in der Stadt; sie stellt das umfangreichste Werk de Nürnberger Geschichtsschreibung des 15. Jahrhunderts dar.

 

1506-09: Jörg Heuss und Sebastian Lindenast d.Ä. fertigen das Männleinlaufen der Frauenkirche, das an die 1356 durch Kaiser Karl IV. erlassene Goldene Bulle erinnern soll.

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Vor 475 Jahren:
1531

Eobanus Hessus, der Dichter und Humanist Koch aus Hessen, bezeichnet in seinen 'Epicedia' Nürnberg erstmals als 'Noris'.

 

Seit 1531 wird auch das weniger gehopfte, hellere obergärige Weißbier gebraut, zunächst als reines Gerstenbier, im 17. Jahrhundert wird auch Weizen hinzugefügt.

 

Die älteste und heute noch bestehende Buchhandlung Nürnberg, Korn & Berg, wird durch Hans Ott gegründet.

 

Zwischen dem 20.12.1531 und dem 21.02.1532 stirbt der Uhrenmacher und Kartograph Erhard Etzlaub. Etzlaub stellte wissenschaftliche Instrumente, besonders Klappsonnenuhren her, 1492 fertigte er die erste Karte der Umgebung Nürnbergs, die als erste deutsche Karte mit fest eingezeichneten Herrschaftsgrenzen gilt.

Vor 450 Jahren:
1556

Jobst Friedrich Tetzel wird geboren (+ 1612). Tetzel richtete 1612 testamentarisch die heute noch bestehende Tetzelsche Familienstiftung ein, die zum Vorbild für andere Familienstiftungen wurde.

 

Der Laufer Torturm wird als erster der vier Tortürme rund ummamtelt.

Vor 425 Jahren:
1581

Die Patrizierfamilie Schlüsselfelder von Kirchensittenbach erwirbt das Nassauer Haus, das eigentlich seit 1709 nach der Schlüsselfelderschen Familienstiftung 'Schlüsselfelderisches Stiftungshaus' heißt. Die Schlüsselfelderische Familienstiftung ist bis heute Eigentümerin des Hauses, auch wenn die Familie 1709 ausgestorben ist.

 

Der Komponist Johann Staden wird geboren (+ 1634). Staden wirkte u.a. als Organist an St. Lorenz, der Spitalkirche und ab 1618 schließlich an St. Sebald. Die frühesten geistlichen Konzerte Deutschlands wurden von ihm komponiert.

Vor 400 Jahren:
1606

12.05.1606: Der Maler und Kunstschriftsteller Joachim von Sandrart wird in Frankfurt am Main geboren, er verstirbt 1688 in Nürnberg. Sandrart, der als der bedeutendste Barockmaler des 17. Jahrhunderts gilt, gehörte zu den Gründern der ersten deutschen Kunstakademie, der heutigen Akademie der Bildenden Künste.

 

09.09.1606: Der Komponist Leonhard Lechner stirbt in Stuttgart. Lechner hielt sich wohl zwischen 1575 und 1584 in Nürnberg auf, wo er durch die Einführung und Pflege eines von modernen italienischer Strömungen inspirierten und ins Deutsche adaptieren Liedstils Bedeutung erlangte.

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Vor 375 Jahren:
1631

Dreißigjähriger Krieg: Nürnberg schließt sich am 02.11.1631 politisch dem Schwedenkönig Gustav Adolf an.

Vor 350 Jahren:
1656

16.02.1656: Der Dichter Johann Klaj stirbt in Kitzingen. Klaj rief zusammen Georg Philipp Harsdörffer 1644 den Pegnesischen Blumenorden ins Leben.

Vor 325 Jahren:
1681

12.06.1681: Sigmund von Birken, Dichter und Literaturtheoretiker, stirbt in Nürnberg. Unter seiner Führung erlebte der Pegnesische Blumenorden einen wirklichen Aufschwung.

Vor 300 Jahren:
1706

Das Hummelsteiner Schlößchen erhält seine heutige Gestalt.

 

03.03.1706: Der Organist und Komponist Johann Pachelbel stirbt in Nürnberg. Der größte Teil seines bedeutenden Orgelwerkes dürfte während seiner Zeit in Nürnberg entstanden sein, wo er seit 1695 Organist an St. Sebald war.

Vor 250 Jahren:
1756

01.04.1756: Der Kaufmann Paul Wolfgang Merkel wird in Nürnberg geboren. Merkel gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Umbruchs um 1806, markiert durch das Ende der Reichstadtzeit und den Beginn der bayerischen Zeit in Nürnberg. Viele Nürnberger Kunstschätze konnten dank seiner Leidenschaft als Kunstsammler bewahrt werden.

 

Der Lehrer und Bibliothekar Konrad Mannert wird am 17.04.1756 in Altdorf geboren. Mannert war u.a. an der Schule von St. Sebald und am Egidiengymnasium tätig, seiner 1826 verfassten ‚Bayerischen Geschichte‘ wird noch heute hoher wissenschaftlicher Wert zugeschrieben.

Vor 225 Jahren:
1781

22.01.1781: Der Komponist und Organist Johann Siebenkees stirbt in Nürnberg. 1775 erlangte Siebenkees mit der Anstellung an St. Sebald die wichtigste Organistenstelle Nürnbergs. Siebenkees führte regelmäßig Oratorien in der Herrentrinkstube auf. Von seinem umfangreichen Werk ist nur eine Kantate handschriftlich erhalten.

 

Die Colleggesellschaft, ein geselliger Verein, dem überwiegend Kaufleute angehörten, gründet sich. Der heute noch existierende Kolleggarten zwischen Piloty-, Archiv- und Bucher Straße geht auf die Gesellschaft zurück, die den Platnerschen Garten 1857/59 erworben und dort ihr im Zweiten Weltkrieg zerstörtes Gesellschaftshaus errichtet hatte. Die Colleggesellschaft löste sich Ende der 1950er Jahren auf.

 

27.07.1781: Der Kaufmann Georg Zacharias Platner wird in Nürnberg geboren. Platner gehörte zu den finanzkräftigsten Nürnberg Kaufleuten und damit zur bürgerlichen Oberschicht. Er gründete das Eisenbahnkomitee und war 1834-36 erster Direktor der Ludwigseisenbahn-Gesellschaft. Platner übte verschiedene öffentliche Ämter aus, so als Gemeindebevollmächtigter 1818-43 sowie als Landtagsabgeordneter 1831 und 1834-46, er tätigte großzügige soziale und kommunale Stiftungen und ließ die nach ihm benannte Platnersanlage (Friedrich-Ebert-Platz) als erste öffentliche Grünanlage nach englischem Vorbild einrichten.

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Vor 200 Jahren:
1806

Mit dem Übergang der Reichsstadt Nürnberg an Bayern gehen auch die reichsstädtischen Archive und Registraturen an den Staat über. Das Archiv der Reichsstadt wird zum Könglich Bayerischen Archiv, dem heutigen Staatsarchiv.

 

Die Burg gelangt mit der Reichsstadt in den Besitz des Königreichs Bayern und geht 1855, nachdem 1811 einzelne Teile an die Stadt gegangen waren, als Ganzes an den bayerischen Staat über.

 

Die Deutschordenskommende wird vom bayerischen Staat aufgehoben. Die Nürnberger Niederlassung gehörte zu den bedeutendsten in Franken. Kaiser Otto IV. hatte ihr 1209 den Königshof mit der zugehörigen Jakobskirche übertragen.

 

Der Bleistiftmacher Johann Fröscheis begründete mit der Einrichtung eines Handwerksbetriebs die heute in Gebersdorf ansässige Fabrik Lyra.

 

09.06.1806: Der Naturforscher Ernst von Bibra wird in Schwebheim geboren. Er kam 1846 nach Nürnberg. Seine Forschungen im Bereich der Chemie erbrachten neue Erkenntnisse. Bedeutung erlangte er auch als Geograph, von Bibra zählt zu den Pionieren der wissenschaftlichen Erforschung Südamerikas.

 

26.08.1806: Der Buchhändler und Verleger Johann Philipp Palm wird nach einem Schauprozess in Braunau am Inn hingerichtet. Der Vertrieb der anonymen Flugschrift „Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung“, mit der die französische Fremdherrschaft angeprangert und zum Widerstand aufgerufen wurde, führte zu Palms Verhaftung. Napoleon wollte an ihm ein Exempel statuieren, was allerdings dazu führte, dass Palm zur Symbolfigur der Auflehnung wurde, den man mit Gedichten, Historiendarstellungen und Gedenkveranstaltungen feierte.

 

15.09.1806: Um 10 Uhr vormittags übergibt der französische Bevollmächtigte Fririon unter Glockengeläut und Kanonendonner die Stadt an den bayerischen Generalkommissär Grafen Thürheim. Mit der am 12.07.1806 paraphierten Rheinbundakte war die Stadt Nürnberg dem Haus Wittelsbach zugeschlagen worden, womit sie ihren Status als Reichsstadt verlor und in das Königreich Bayern einverleibt wurde.

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Vor 175 Jahren:
1831

Die erste „Kleinkinderbewahranstalt“ Bayerns wird auf Initiative eines Frauenvereins für die Sebalder Stadtseite eröffnet.

 

13.07.1831: Julius Reichsgraf von Soden stirbt in Nürnberg. Soden ist einer der schillerndsten und vielseitigsten Vertreter der Aufklärung in Franken. In seine Dramen und Operetten flossen seine Positionen ein, mit seiner neunbändigen „National-Ökonomie“ suchte er eine frühliberale Wirtschaftslehre zu begründen. Soden gehörte der 2. Kammer des Bayerischen Landtags als Abgeordneter an.

 

07.08.1831: Der spätere Erste Bürgermeister Karl Otto Stromer von Reichenbach wird in Grünsberg bei Altdorf geboren. 1867 wählte das Kollegium der Gemeindebevollmächtigten Stromer einstimmig zum Ersten Bürgermeister. Während seiner 24-jährigen Amtszeit wurden wichtige Großprojekte in der sich durch Industrialisierung und Urbanisierung stark verändernden Stadt realisiert, darunter die Anlage eines Centralfriedhofs, der heutige Westfriedhof, der Ausbau der Kanalisation und Wasserversorgung sowie die Einrichtung des Vieh- und Schlachthofs. Der als liberal, kleindeutsch und preußenfreundlich geltende Stromer lehnte eine Kooperation mit der SPD zwar ab, setzte sich aber nachhaltig für religiöse Toleranz und eine Gleichstellung der Konfessionen ein.

 

02.11.1831: Der Architekt August Ottmar Ritter von Essenwein wird in Karlsruhe geboren und verstirbt am 13.10.1892 in Nürnberg. Nach der Berufung zum Erster Direktor am Germanischen Nationalmuseum, kam Essenwein 1866 nach Nürnberg, wo er sich besonders um die Sammlungstätigkeit bemühte und Abhandlungen zu den Sammlungen sowie zur Architekturgeschichte verfasste. Als historischer Architekt erlangte er deutschlandweit Bedeutung, in Nürnberg zeichnete er u.a. für die Wiederherstellung der Frauenkirche und den Erweiterungsbau des Rathauses, der nach ihm „Essenweinscher Rathausbau“ benannt wurde, verantwortlich.

 

14.11.1831: Der 1770 in Stuttgart geborene Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel verstirbt in Berlin. 1808-16 hielt er sich in Nürnberg auf, wo er sein wohl bedeutendstes Werk „Die Wissenschaft der Logik“ verfasste. Hegel hatte 1808 die Leitung des Egidiengymnasiums, heute Melanchthon-Gymnasium, übertragen bekommen, dessen Neuorganisation er durchführte. 1813 erfolgte die Ernennung zum Lokalschulrat. Privat verbunden blieb er Nürnberg durch seine Heirat mit Marie von Tucher. 1816 folgte Hegel einem Ruf an die Universität Heidelberg.

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Vor 150 Jahren:
1856

Das Maxtor, ebenso wie die Maxtormauer benannt nach König Maximilian, wird dem Verkehr übergeben. Das Tor war zur Anbindung der Nordstadt an die Sebalder Altstadt errichtet worden, wurde aber aufgrund des starken Verkehrsaufkommens 1877 wieder abgerissen.

 

15.09.1856: Nürnberg begeht anlässlich der 50-jährigen Zugehörigkeit zum Königreich Bayern erstmals einen „Jubelfesttag“. Im 20. Jahrhundert wurde das Datum der Ersterwähnung Nürnbergs zum Tag des Stadtjubiläums, der 1950 erstmals gefeiert wurde.

 

26.12.1856: Der Erste Bürgermeister Jakob Friedrich Binder stirbt in Nürnberg. Binder war 1821 vom Kollegium der Gemeindebevollmächtigten zum Ersten Bürgermeister gewählt worden, er hatte das Amt 32 Jahre lang inne. Während seiner Amtszeit konnten wichtige Bauprojekte realisiert werden, darunter der Kettensteg, das Alte Krankenhaus und auch das Färber- und Königstor. Binder war Vorsitzender des Eisenbahn-Direktoriums zur Gründung der Ludwigseisenbahn.

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Vor 125 Jahren:
1881

Nürnberg verzeichnet erstmals mehr als 100.000 Einwohner und wird somit zur Großstadt.

 

Karl Grillenberger (1848-1897) zieht als erster bayerischer Sozialdemokrat in den Landtag ein.

 

Die seit 1878 andauernde Restaurierung der Frauenkirche durch August von Essenwein wird abgeschlossen. Wichtigste Maßnahme war der Neu- und Umbau des Michaelschores.

 

Der Kupferstecher Georg Meisenbach (1841-1912) erfindet die Autotypie zur drucktechnischen Wiedergabe von Fotografien. Meisenbach besaß zur Jahrhundertwende die größte Klischeeherstellungsfirma Deutschlands.

 

Der Vorstadtverein Nürnberg-Süd gründet sich.

 

Mit dem „Velociped-Club Nürnberg“ wird der erste Radfahrerverein Nürnbergs ins Leben gerufen.

 

Das seit 1950 in Nürnberg ansässige Ernst Paul Lehmann Patentwerk wird in Brandenburg gegründet. Bekannt ist die Firma heute vor allem durch die 1968 entwickelte Lehmann Großbahn (LGB).

 

16.02.1881: Der spätere evangelischen Landesbischof (1933-55) Hans Meiser wird geboren. Nach dem Krieg machte er sich u.a. durch den Aufbau der evangelischen Akademie in Tutzing und die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und Vertriebene in die Landeskirche verdient. Seine Person und Kirchenpolitik während des Nationalsozialismus sind umstritten. So konnte er die Eigenständigkeit der Landeskirche gegen die Nationalsozialisten verteidigen. Zur Judenverfolgung, zur „Euthanasie“, die auch kirchlichen Einrichtungen betraf, und zum Krieg schwieg er.

 

19.04.1881: Der Sozialdemokrat Ernst Schneppenhorst wird in Krefeld geboren. Nach Abschluss seiner Wanderschaft kam der Schreiner nach Nürnberg, wo er 1906 zum Geschäftsführer des örtlichen Holzverbandes aufstieg. Als Vorsitzender des Unterbezirks der SPD Nürnberg, Mitglied des fränkischen Bezirksvorstandes Reichstagsabgeordneter und Vorsitzender der Eisernen Front beteiligte er sich maßgeblich am Kampf gegen die Nationalsozialisten. 1933 war er gezwungen unterzutauchen. Nach seiner zweiten Verhaftung 1944 verbrachte man ihn ins Gestapo-Gefängnis in Berlin an der Lehrter Straße, wo er am 24.04.1945 erschossen wurde.

 

21.07.1881: Teile von Sündersbühl werden nach Nürnberg eingemeindet.

 

25.08.1881: Der erste Streckenabschnitt der Pferdebahn zwischen Hauptbahnhof und Plärrer wird eröffnet. Ab 1897 erfolgte die schrittweise Elektrifizierung der Straßenbahn.

 

16.12.1881: Der Politiker Johann Vogel wird in Artelshofen geboren. Vogel, der sich bereits während seiner Zeit als Bildhauergeselle als Partei- und Gewerkschaftsfunktionär engagierte, war u.a. von 1907-11 Vorstandsmitglied der Fürther SPD, 1918 Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates und 1919-33 Reichstagsabgeordneter. 1933 emigrierte Vogel in die Tschechoslowakei, dann nach Frankreich, Spanien und schließlich 1938 nach England. Von London aus leitete er die Exil-SPD, wo er am 06.10.1945 verstarb.

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Vor 100 Jahren:
1906

Die Sportvereinigung St. Johannis 07 wird unter der Bezeichnung „Athletenclub Saxon“ ins Leben gerufen.

 

Das erste ortsfeste Kino wurde im ehemaligen Varieté „Himmelsleiter in der Karolinenstraße eröffnet. Das später als Noris-Theate bekannte Haus wurde bis zu seiner Zerstörung 1944 betrieben.

 

20.01.1906: Julius Cnopf, geboren am 05.07.1823, der den Ausbau der nach ihm benannten Kinderklinik zu seinem Lebenswerk gemacht hatte, stirbt. Cnopf übernahm 1872 die alleinige ärztliche Leitung der durch die Diakonisse Helene Meyer begründeten Klinik. Anliegen des Krankenhauses war die Behandlung armer Kinder, um so die hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit in Nürnberg zu senken.

 

10.04.1906: Das nach Plänen des Generalbaudirektors Karl Gustav Zenger errichtete Bahnhofsgebäude wird eröffnet.

 

15.04.1906: Der Industrielle Heinrich Berolzheimer stirbt in Nürnberg. Berolzheimer, der die väterliche Bleistiftfabrik zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Branche ausbaute, engagierte sich in Nürnberg besonders wohltätig, so stiftete er ein Volksbildungsheim und das Luitpoldhaus.

 

28.04.1906: Der Archivar und Rechtshistoriker Werner Schultheiß wird in Nürnberg geboren, wo er 1972 auch verstirbt. 1934 kam er ans Stadtarchiv Nürnberg und kümmerte sich dort um die Auslagerung der Archivbestände im Zweiten Weltkrieg, deren Rückführung er ab 1949 besorgte. 1961 übernahm er von Gerhard Pfeiffer die Leitung des Stadtarchivs, die er bis zu seiner Pensionierung 1969 inne hatte. Schultheiß wissenschaftliches Interesse galt v.a. der Nürnberger Rechts- und Wirtschaftsgeschichte, großen Verdienst erwarb er sich mit der Publikation früher rechtsgeschichtlicher Quellen.

 

12.05.-15.10.1906: Nach 1882 und 1896 fand die dritte und letzte Bayerische Landes-Gewerbe-Industrie- und Kunstausstellung statt. Durch die gleichzeitige Feier der 100-jährigen Zugehörigkeit Nürnbergs zum Königreich Bayern erhielt sie besondere Bedeutung. Die Ausstellung wurde auf dem bislang kaum genutzten Luitpoldhain ausgerichtet.

 

09.07.1906: Wilhelm Schlegtendal wird in Dykhausen in Ostfriesland geboren. Der Architekt kam 1937 als Stadtbaurat nach Nürnberg, wo er eng mit seinem Freund Heinz Schmeißner zusammenarbeitete. Beide wurden bereits 1944 durch Albert Speer mit dem Wiederaufbau Nürnbergs beauftragt. Schlegtendal prägte diesen dann nach 1945 als freier Architekt mit, gemeinsam mit Schmeißner gewann er 1947 den Wettbewerb zum Wiederaufbau der Altstadt. Er entwarf u.a. Teile von Langwasser, errichtete das Plärrer-Hochhaus sowie das Landeskirchliche Archiv.

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Vor 75 Jahren:
1931

Der Cramer-Klett-Park, den die Stadt 1929 erworben hatte, wird für die Allgemeinheit geöffent. Auf dem Gelände befand sich im 19. Jahrhundert der namengebende Garten der Familie Cramer-Klett, die dort in einer Villa wohnte.

 

Die Stadt Nürnberg erwirbt das Pilatushaus in der Oberen Schmiedsgasse. Das Pilatushaus gehört zu den wenigen noch erhaltenen Bürgerhäusern der Spätgotik.

 

28.02.1931: Die nach Plänen von Otto Seegy errichtete Sternwarte auf dem Rechenberg wird eröffnet.

 

25.04.1931: Der Archivar und Historiker Ernst Mummenhoff stirbt in Nürnberg. Mummenhoff kam 1877 ans damalige Kreisarchiv, heute Staatsarchiv und 1883 zum Stadtarchiv. 1891 betraute man ihn außerdem mit der Leitung der Stadtbibliothek. Mummenhoff veranlasste am Stadtarchiv den Aufbau umfangreicher außeramtlicher Bestände wie Firmen- und Vereinsarchive, außerdem begann er hier mit den Vorarbeiten zum Nürnberger Urkundenbuch. Seine zahlreichen Aufsätze und Monographien zur Nürnberger und allgemeinen Geschichte sind heute noch Standardwerke.

 

01.06.1931: Das 1930 gegründete Landeskirchliche Archiv wird in der Tuchergartenstraße 7 eröffnet. Das Archiv ist zuständig für die Abgaben von Schriftgut und sonstigen Unterlagen kirchlicher Dienststellen im gesamten Gebiet der evangelischen Landeskirche, seine Bestände reichen bis ins Mittelalter zurück.

Vor 50 Jahren:
1956

1956-58: Der Wiederaufbau des Großen Rathaussaals, der Ratsstube und des Südturms des Wolffschen Rathauses kann abgeschlossen werden.

 

Der Vorstadtverein Eibach gründet sich.

 

08.06.1956: Bischof Meiser stirbt in München und wird am 12. Juni in Nürnberg bestattet. 1959 wird eine Straße in der Altstadt nach ihm benannt.

 

19.09.1956 Loni Übler stirbt in Nürnberg. Nach Gründung der Arbeiterwohlfahrt war Übler 1919 einer der jüngsten Wohlfahrtspfleger in Nürnberg. Übler, der bereits während der Weimarer Republik in Konflikt mit den Nationalsozialisten stand, wurde 1934 verhaftet und für dreieinhalb Jahre ins KZ Dachau verbracht. Nach 1945 baute er die Arbeiterwohlfahrt wieder mit auf. Auf ihn gehen eine Reihe wichtiger Einrichtungen zurück, darunter das nach ihm benannte Jugendwohnheim in der Marthastraße.

 

02.10.1956: Die Erziehungswissenschaftliche Fakultät wird als „Institut für Lehrerbildung“ in Nürnberg eingerichtet und 1958 in den Status einer Pädagogischen Hochschule erhoben. 1972 erfolgte die Eingliederung in die Universität Erlangen-Nürnberg.

 

11.11.1956: Der Neubau des Willstätter-Gymnasiums in der Hinteren Landauergasse wird eingeweiht.

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Vor 25 Jahren:
1981

Der Wöhrder See, dessen Ausbau 1968 begonnen hatte, wird endgültig fertiggestellt. Offiziell übergeben wurde er im Mai 1982.

 

Die Bürgervereine Kornburg, St. Leonhard-Schweinau und Worzeldorf werden gegründet.

 

Die Stadt erwirbt das Zeltnerschloß in Gleißhammer, wo sich heute u.a. ein Kulturladen befindet.

 

Nürnberg schließt sich dem 1979 in Erlangen begründeten Internationalen Figurentheaterfestival an. Das Festival ist inzwischen das bedeutendste im Bereich des innovativen Figurentheaters.

 

Der Leitfriedhof in der Trierer Straße wird eröffnet. Bürger und in der Friedhofsgestaltung tätige Gewerbe erhalten hier Anregungen für die Gestaltung von Friedhöfen und Gräbern.

 

Ernst Wilhelm Nathan stirbt in New York. Der aus Darmstadt kommende Dermatologe war zunächst ab 1923 als Oberarzt am städtischen Klinikum und ab 1929 als Leiter der dermatologischen Abteilung am Allgemeinen Krankenhaus tätig. Außerdem hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Erlangen inne. Da ihm als Jude die Ausübung seines Berufes durch die Nationalsozialisten unmöglich gemacht wurde, 1933 versetzte man ihn zwangsweise in den Ruhestand und 1938 erlosch seine ärztliche Bestallung, wanderte er 1939 in die USA aus.

 

05./06.03.1981: Mit den „Nürnberger Massenverhaftungen“ erlangte das KOMM genannte Kommunikationszentrum, heute Kulturzentrum K 4 im Künstlerhaus, überregionale Bekanntheit. Im Anschluss an eine Demonstration waren alle im KOMM befindlichen Personen verhaftet worden, unabhängig davon, ob sie an der Demonstration beteiligt gewesen waren. Aufgrund der unzureichenden Beweislage war die Justiz schließlich gezwungen, alle Verfahren einzustellen.

 

20.06.1981: Der Teilabschnitt der U 1 Bärenschanze-Eberhardshof wird dem Verkehr übergeben.

 

01.09.1981: Der Maler und Grafiker Ernst Christian Weil stirbt auf Gran Canaria. Ab 1965 wirkte er als Professor für freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste. Weil, Egon Eppich und Gerhard Wendland gehören zu den wichtigsten Vertretern der abstrakten Malerei in Nürnberg.

 

03.10.1981: Die zwischen 1978 und 1981 durch die Altstadtfreunde sanierten Häuser am Unschlittplatz werden eingeweiht. Die fünf historischen Häuser waren eigentlich zum Abriss vorgesehen, was durch die Altstadtfreunde verhindert werden konnte.

 

02.11.1981: Zwischen der Deutschen Bundesbahn und dem Freistaat Bayern wurde ein Vertrag über Bau und Finanzierung einer ersten Baustufe der S-Bahn unterzeichnet, die 1987 als Linie S 1 Nürnberg-Lauf in Betrieb genommen werden konnte.

 
Stand: 12.10.2005
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