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Sonstige Publikationen - Nürnberger Künstlerlexikon

 

Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Herausgegeben von Manfred H. Grieb unter Mitarbeit zahlreicher Fachgelehrter, 4 Bände, K.G. Saur Verlag, München 2007, 2046 S., € 398,-- (Sonderpreis für Mitglieder des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg: € 298,--)
ISBN: 978-3-598-11763-3 (Set)

 

Meister der Dürerzeit, Ölgemälde von Friedrich Wanderer, 1901, im Besitz der Museen der Stadt Nürnberg
Meister der Dürerzeit, Ölgemälde von Friedrich Wanderer, 1901,
im Besitz der Museen der Stadt Nürnberg

 

Seit dem Mittelalter ist Nürnberg eines der herausragendsten kulturellen Zentren der deutschsprachigen Welt. Auch die Erzeugnisse des Nürnberger Handwerks waren von einer einmaligen Vielfalt und Qualität und wurden europaweit verbreitet. Noch heute sind die Produkte Nürnberger Kunst und Handwerkskunst in Museen weltweit zu besichtigen. Das Nürnberger Künstlerlexikon bietet einen in dieser Informationsdichte und -tiefe einzigartigen Überblick über die Personen, die das reiche kulturelle Leben dieser Stadt hervorgebracht und ermöglicht haben.

Über 20.000 Einträge zu Künstlern und Kunsthandwerkern, die vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Nürnberg tätig waren, vermitteln eine beeindruckende Tradition. Die Bandbreite reicht von Baumeistern der Stauferzeit aus dem Umkreis der Kaiserburg über die kulturelle Blütezeit des Humanismus, die sich mit Namen wie Hartmann Schedel oder Albrecht Dürer verbindet, bis zum Maler Michael Matthias Prechtl. Neben den Bildenden Künstlern sind beispielsweise auch Literaten, Verleger, Musiker und Mäzene enthalten, etwa der Musiker Kurt Edelhagen oder der Schriftsteller und Nürnberger Ehrenbürger Hermann Kesten (1900-1996).

Nürnbergs künstlerische Impulse strahlten auf ganz Europa aus: Nürnberger waren international tätig, die Stadt war aber auch ein Anziehungspunkt für Auswärtige. Um diese Wirkung zu dokumentieren sind im Nürnberger Künstlerlexikon nicht nur in Nürnberg geborene Künstler und Kunsthandwerker enthalten, sondern auch solche, deren Wirken mit der Stadt in Verbindung stand.

 
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Die Einträge berücksichtigen den beruflichen Werdegang, die Geburts- und Sterbedaten, dazu kommen in vielen Fällen detaillierte persönliche Angaben wie die Anzahl der Eheschließungen und der Kinder, das Jahr der Meisterwerdung, Angaben zu Arbeits- und Lebensbedingungen sowie zu wirtschaftlichen und privaten Verhältnissen. Soweit bekannt, sind auch die Auftraggeber und die für einzelne Werke bezahlten Preise vermerkt.

Das Werk enthält eine Fülle bisher unveröffentlichter Forschungsergebnisse von Fachgelehrten und privaten Forschern. Grundlage waren die noch weitgehend vorhandenen Archivalien von Kirche und Verwaltung und vor allem die Ratsverlässe von 1449 bis 1806, in denen sich, wie in einem Tagebuch, das reichsstädtische Alltagsleben sehr genau widerspiegelt.

Die detaillierten Register in Band 4 erschließen die Einträge zu den Künstlern und erhellen viele Zusammenhänge. Das chronologische Berufsgruppenregister gliedert die Künstler nach 19 Berufs- und Personengruppen - von "Architekten" bis "Zinngießer" - und verdeutlicht die Vielfalt der Nürnberger Handwerkskunst und Gelehrsamkeit über fast ein Jahrtausend. Das Ortsregister umfasst über 1.600 Geburts- und Sterbeorte in 15 Ländern und dokumentiert eindrucksvoll die internationalen Verflechtungen der Nürnberger Kultur. Ein Glossar erklärt die wichtigsten historischen Begriffe und Ortsbezeichnungen.

Als ein Sittengemälde früherer Jahrhunderte ist das Nürnberger Künstlerlexikon eine Fundgrube für Kunsthistoriker, Historiker, Soziologen, Politologen, Rechthistoriker, Genealogen, Archivare, Galeristen, Bibliophile, Kunstliebhaber und Sammler sowie für alle geschichtlich Interessierten.

 

Die Erstellung des Werkes erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Nürnberg, seinem Leiter, Dr. Michael Diefenbacher, und seinen Mitarbeitern. Beteiligt waren auch alle in Nürnberg ansässigen Museen und Archive und deren Mitarbeiter, die das Vorhaben seit Jahren begleiteten und auch durch viele zur Verfügung gestellten Forschungsergebnisse in vielfältiger Weise gefördert haben.

 
Stand: 22.07.2009
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