Link direkt zum Inhalt
Nürnberg online
Suche Stadtplan Öffentliche Verkehrsmittel
Zurück zur Startseite Link zum Kulterreferat auf www.kubiss.de

Aufgaben  |  Links  |  Sitemap  |  Kontakt

 Sie sind hier :  
 

Startseite > Forschungsschwerpunkt jüdische Geschichte

   
zurück zur Linkübersicht Zurück zur Linkübersicht

Forschungsschwerpunkt jüdische Geschichte

 

Die Süßheims: jüdische Bürger - bayerische Politiker - Nürnberger Kunstsammler

 
Anwesen Rathausplatz 7 nahe der Nürnberger Sebalduskirche, Aufnahme um 1935. (Quelle: StadtAN)
Anwesen Rathausplatz 7 nahe der Nürnberger Sebalduskirche,
Aufnahme um 1935. (Quelle: StadtAN)
 

Die Präsentation im Oktober / November 2008 anlässlich des 70. Jahrestages der „Reichskristallnacht“ war der Geschichte der Familie Süßheim zwischen 1870 und 1938 in Nürnberg gewidmet.
Ende des Jahres 1870 nahm der gebürtige Kronacher Sigmund Süßheim (1836 - 1910) seinen Wohnsitz in der aufstrebenden fränkischen Industriemetropole, zunächst im Anwesen Rathausplatz 7, nahe der Sebalduskirche. Innerhalb weniger Jahre baute er ein erfolgreiches Hopfenhandelsunternehmen auf, das ihm sowie seinen Angehörigen ein Leben in Wohlstand ermöglichte und zugleich den beiden Söhnen Max und Karl, die aus der Ehe mit Clara Morgenstern (1854 - 1933) hervorgingen, eine Berufswahl fernab des Kaufmannsstandes erlaubte.

 
Sigmund Süßheim (1836 - 1910) und Clara Süßheim (1854 - 1933), geb. Morgenstern, im Jahr 1899. (Quelle: Max Süßheim: Die parlamentarische Thätigkeit Dr. jur. David Morgenstern’s. o.O. o.J. [Nürnberg 1899])
 

Am Beispiel der Familie Süßheim kann einerseits die Integration des jüdischen Bürgertums während des Kaiserreiches, anderseits die Entrechtung und Ausgrenzung im Dritten Reich plastisch nachvollzogen werden. Insbesondere die Lebenswege des Juristen Dr. Dr. Max Süßheim (1876 - 1933), seit 1907 für die SPD im bayerischen Landtag und seit 1911 Mitglied des Nürnberger Stadtrates, sowie seines jüngeren Bruders Prof. Dr. Karl Süßheim (1878 - 1947), seit 1919 außerordentlicher Professor für Orientalistik in München, verdeutlichen die Auswirkungen, die der weit verbreitete, latente Antisemitismus schon vor 1933 auf die Biographien jüdischer Deutscher hatte.
Die Ausstellung präsentierte neue Forschungsergebnisse zu einzelnen Familienmitgliedern und zur Kunstsammlung Max Süßheims, die nach dem Freitod seiner Witwe am 10.11.1938 zwangsversteigert wurde.

 
Stand: 28.08.2012
zum Seitenanfang
 
Copyright Stadt Nürnberg

Datenschutz

 

 

Impressum